
Der Schwarzblaue Ölkäfer ist ein auffälliges Insekt, das auch im Nationalpark Donau-Auen vorkommt. Er wird bis zu drei Zentimeter lang, hat einen glänzend schwarzblauen Körper und einen ungewöhnlich dicken Hinterleib, während seine Flügel so verkürzt sind, dass er nicht fliegen kann. Wenn er sich bedroht fühlt, sondert er aus den Gelenken seiner Beine eine ölige Flüssigkeit ab – ein Verhalten, das als Reflexbluten bekannt ist. Diese Flüssigkeit enthält das starke Gift Cantharidin. Schon bei Hautkontakt kann der Stoff schmerzhafte Blasen und starke Reizungen verursachen. Gelangt eine größere Menge in den Körper, kann Cantharidin schwere Vergiftungen und Tod auslösen, weil es Nieren, Verdauungssystem und andere Organe schädigt. Historisch wurde der Stoff sogar medizinisch genutzt, etwa in Salben, die absichtlich Blasen auf der Haut erzeugen sollten. Berühmt wurde er auch als Bestandteil der sogenannten „Spanischen Fliege“, die fälschlich als Liebesmittel galt und immer wieder zu gefährlichen Vergiftungen führte. Also besser Abstand halten von dem seltenen Käfer, aber lasst ihn in Ruhe denn er steht unter Artenschutz.